„Habe ich dir nicht geboten, stark und mutig zu sein?“ (Josua 1,9)
Diese Worte sprach Gott zu Josua, als er nach dem Tod Moses die Führung über das Volk Israel
übernahm. Josua, der Sohn Nuns, war in der Sklaverei in Ägypten geboren. Als Gott in der zehnten Plage sein Gericht über Ägypten vollstreckte und alle Erstgeborenen im Land starben, gab er den Israeliten den Auftrag, die Türpfosten ihrer Häuser mit dem Blut eines Lammes zu bestreichen.
Damit verband er die Verheißung, dass diejenigen, die unter diesem Zeichen stehen, von der Plage
verschont bleiben würden.
So durfte das ganze Volk Israel die Befreiung aus der Sklaverei miterleben – auch Josua war Teil
dieser Rettung. Er zog mit dem Volk durch die Wüste, erlebte alle Höhen und Tiefen und steht nun vor der großen Herausforderung, das Volk in das verheißene Land Kanaan zu führen.
Wie muss sich Josua wohl gefühlt haben?
Er hatte den Ungehorsam und das Murren des Volkes miterlebt und nun lag die Verantwortung auf ihm, das Volk zu leiten. Welch eine Last muss auf seinen Schultern gelegen haben! Doch Gott gibt ihm eine wunderbare Verheißung:
„Habe ich dir nicht geboten, stark und mutig zu sein? Fürchte dich nicht und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst!“ (Josua 1,9)
Und wie ist es mit uns? Auch wir dürfen leben durch das Blut des Lammes – Jesus Christus, der sein Blut für uns gegeben hat. Er schenkt uns das ewige Leben und bewahrt uns vor dem Gericht Gottes.
Auch wir wurden befreit – aus der Sklaverei der Sünde. Nun befinden wir uns auf unserem Weg
durch die „Wüste“ dieses Lebens. Wir erleben Höhen und Tiefen, manchmal ist der Weg mühsam
und schwer.
Wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, voranzugehen oder einen Dienst zu tun, ducken wir uns oft weg, weil wir uns nicht stark genug fühlen. Doch gilt diese Verheißung nicht auch für uns? „Sei stark und mutig, denn dein Gott ist mit dir!“ Lasst uns im Glauben mutig vorangehen.„
Denn die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter.
Gott gibt uns und Josua eine wunderbare Zusage. Allerdings knüpft er sie an eine Voraussetzung: Im Vers davor spricht er an Josua eine klare Anweisung aus:
„Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von
deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu
befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und
dann wirst du weise handeln!“ (Josua 1,8)
Das gilt auch für uns: Wenn wir uns an sein Wort halten, dann gilt diese Zusage auch für unser Leben.
Unser Gott wird mit uns gehen!
