Schon am Anfang der Heiligen Schrift sehen wir, dass Kinder Gottes verspottet, bedrängt oder verfolgt wurden.
Im Neuen Testament lesen wir beispielsweise von Paulus und Silas, die wegen angeblichen Aufruhrs geschlagen und ins Gefängnis gebracht wurden (Apg 16). Doch anstatt zu Klagen und Gott Vorwürfe zu machen, lesen wir, dass sie um Mitternacht beteten und mit Liedern Gott lobten. (Phil 1,29)
Geistliches Leben heute
In Ländern wie Deutschland, wo der Glaube frei gelebt werden darf, steht das Christentum vor anderen Herausforderungen:
In Zeiten des Friedens besteht die Gefahr eines lauen Christentums.
Falsche Lehren breiten sich aus, wie Paulus es ankündigte: Menschen suchen sich Lehrer, „nach denen ihnen die Ohren jucken“.
Die vielen Ablenkungen und Sorgen unserer modernen Welt können dazu führen, dass man das Wesentliche aus den Augen verliert. Unter anderem den Auftrag, das Evangelium weiterzutragen.
Fehlender Mut, sich zu Christus zu bekennen, und die Angst vor Ablehnung hindern viele daran, offen von Jesus zu zeugen. Doch der Ruf zur Treue am Wort Gottes bleibt bestehen.
Christsein unter Verfolgung
In vielen Ländern – etwa im Iran, im Jemen, in Afghanistan oder in Syrien – berichten Christen von schwerer Verfolgung.
„Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.“ (2. Tim 3,12)
Männer und Frauen werden misshandelt, junge Männer und sogar Kinder zwangsrekrutiert, um sich militärischen Gruppen anzuschließen. Christsein bedeutet dort oft, keinen Arbeitsplatz zu finden, Gewalt zu erleben oder sogar ins Gefängnis zu kommen.
Trotzdem berichten viele Gläubige, dass diese schweren Umstände sie entschlossener machen, um Jesu willen zu leiden.
Das führt sie in eine tiefere geistliche und auch materielle Abhängigkeit von Gott. Gerade in dieser schweren Zeit erleben sie in besonderer Weise Gottes Nähe und Trost.
„Doch in dem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.“ (Römer 8,37)
