„Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.“
Sacharja 9,9
Das Volk Gottes ist in großer Bedrängnis: Die Römer herrschen über das heilige Land! Das Land, das Gott ihnen gegeben hat, wird nun von Heiden regiert. Viele Hoffnungsträger haben versucht, die Macht zurückzuerobern; doch sie wurden immer wieder niedergeschlagen und ihre Anführer gekreuzigt.
Sie hofften auf die Prophezeiungen der Alten, die einen ruhmreichen, starken König versprachen, dessen Reich niemals enden wird.
Den, auf den die Israeliten gehofft haben, war Jesus. Doch er kam ganz anders zur Macht, als sie es sich vorgestellt hatten. Sacharja hat Jahrhunderte zuvor geweissagt, dass Jesus auf einem Fohlen kommen wird – ja, ein König, der auf einem Fohlen reitet! Und als wäre das nicht genug, beginnt dieser König sogar zu weinen, als er die Stadt sieht (Lukas 19,41).
Viele Dinge in unserem Leben haben wir uns anders vorgestellt, als es dann schlussendlich kommt. Und manchmal meint man, die Wege Gottes verstanden zu haben, um dann wiederum zu sehen, dass es doch nicht so war.
Wir Menschen sind begrenzt in unserem Urteil und Verstand; wir schauen oft auf Situationen ganz anders, als es der Heiland mit seinen heiligen Augen tut. Das Volk, das Gott auserwählt hatte, hat Jesus, nachdem sie ihn freudig aufgenommen hatten, gewaltsam gekreuzigt. Sie verstanden die Wege Gottes nicht und handelten deshalb aus einem enttäuschten Herzen.
Gott hat einen perfekten Plan für dich.
Dieser Plan ist aber oft ganz anders, als wir es uns vorstellen.
Jesus ritt auf einem jungen Fohlen, auf dem noch nie jemand geritten war, was seine Reinheit unterstreicht (Lukas 19,30). Jesus erwartet von uns, dass wir in Heiligkeit leben und ihm vertrauen, seine Wege akzeptieren – denn er weiß, was er tut.
