„Oberflächliches Christentum“

Offenbarung 3, 15-16

„Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärst! So, weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.“

Diese Worte richtet Jesus an den Engel (Gemeindeleiter) in der Gemeinde zu Laodizea. Die Gemeinde war zur damaligen Zeit für ihren Reichtum bekannt, den sie durch Handel mit Gold und kostbaren Salben erwirtschaftet hatte. Man könnte also sagen, es waren Christen, die durch kluge Entscheidungen sehr vermögend wurden und es dadurch sehr weit gebracht haben.

Aber sie hatten ein riesiges Problem: Sie haben nicht gemerkt, wie sie Stück für Stück den schmalen Weg verlassen und den Fokus auf die Güter dieser Welt gerichtet haben. Ihre geistlichen Augen, die zuvor klar und deutlich gesehen haben, wurden plötzlich trüb. Was daraus resultierte, war ein oberflächliches Christentum. Jesus bezeichnete den Zustand dieser Menschen, als elend, blind, arm, erbärmlich und bloß. Doch was genau, ist denn ein oberflächliches Christentum?

Der Hauptaspekt liegt in der Aktzentverschiebung. Jesus ist nicht mehr Mittelpunkt, er nimmt lediglich eine Nebenrolle ein. Ein Mann wie Georg Müller stellte mal folgende Formel auf: „ Jesus + Nichts=Alles“.

Doch davon sind diese Christen meilenweit entfernt. Bei ihnen lautet die Formel: „Alles + Reichtum=Jesus (Segen)“. Ein anderer Mann, namens David Wilkerson sagte mal: „Wirklich echte Christen erkennt man daran, dass sie mehr an den Geber, als an dessen Segnungen interessiert sind.“

Wie steht es da um dich? Bist du mehr an dem Geber (Jesus) interessiert, als an seinen Segnungen? Möchtest du wissen, wie dieser Geber fühlt, was er mag und nicht mag oder sagst du in deinem Herzen: „Jesus segne einfach mein Leben, gib mir Reichtum und alles was ich brauche, aber belaste mich nicht mit deinen Gefühlen, mit deinen Ansichten und deinen Sorgen?

Das ist der Kern eines oberflächlichen Christentums: Der Thron in deinem Herzen, ist statt mit Jesus, mit deinem ICH besetzt. Denk mal darüber nach!

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